Rhythmisches Feuerwerk im Freiburger Konzerthaus

Gleich drei Werke des 20. Jahrhunderts kommen am 1. November zur Aufführung, in denen "Rhythmus" eine zentrale Rolle spielt: "Bolero" (1927) und "Carmina Burana" (1937) und "The Chairman Dances" (1987).

Vor genau 70 Jahren, am 8. Juni 1937, kam Carl Orffs Chorwerk „Carmina Burana“ zur Uraufführung. Die szenische Kantate für Sopran, Tenor, Bariton, 2 gemischte Chöre, großes Orchester, 2 Klaviere und Schlagwerkensemble entstand auf Grundlage von Lieder- und Dramentexten aus Benediktbeuren aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Orff schafft jedoch ein einmaliges und eigenständiges Tongebilde mit 24 Bildern des Mittelalters aus dem „Rad des Lebens“ über Liebe und Tod, Glück und Unglück, Werden und Vergehen. Die eingängigen Melodien, die klanggewaltige Besetzung sowie die mitreißenden Rhythmen sorgen für einen weltweit ungebrochenen Erfolg des Werkes.



Zehn Jahre vor dessen Uraufführung bat 1927 die Tänzerin Ida Rubinstein den populären französischen Komponisten Ravel, ein Musikstück in Form eines spanischen Balletts für sie zu entwerfen. Die sich permanent wiederholende Melodie und der für den „Bolero“ so typische Rhythmus machten das Werk weltberühmt.

Der Foxtrott „The Chairman Dances“ für großes Orchester stammt aus der Oper „Nixon in China“ (1987) des amerikanischen Komponisten John Adams. Das aufregende Werk begeistert mit rhythmischer Energie, prächtiger, orchestraler Farben und Witz und überrascht dabei mit Kantilenen, die an Hollywoods Filmmusiken längst vergangener Zeiten erinnern.

Das ORSOphilharmonic unter der Leitung seines Gründers Wolfgang Roese macht seit 2004 mit beeindruckenden Interpretationen romantischer Werke auf sich aufmerksam und ist spätestens seit dem gemeinsamen Konzert mit der berühmten Operndiva Montserrat Caballé für viele ein Begriff. Mit großer Leidenschaft, unbändiger Spielfreude und einem hohen Maß an Virtuosität und Temperament bleiben die eindrucksvollen Konzerte in lebhafter Erinnerung. Nach den umjubelten Aufführungen von Roeses „Schneekönigin“ wird der philharmonische Chor des ORSO nun bei „Carmina Burana“ mit rund 200 Stimmen für Gänsehaut sorgen.

Die Mädchenkantorei der Domsingschule Freiburg

Die Freiburger Mädchenkantorei wurde 1973 von dem damaligen Domkapellmeister gegründet und gehört seitdem zu den Chören der Freiburger Dommusik, die die Haupt- und Festgottesdienste im Freiburger Münster musikalisch gestalten. Seit Oktober 2003 wird die Leitung der Mädchenkantorei von Domkantorin Martina van Lengerich wahrgenommen. Das Repertoire des Chores umfasst Literatur von der Gregorianik bis zu zeitgenösisscher Musik.

Der in der Carmina Burana vorgesehene Chor der Ragazzi wird von der Mädchenkantorei gesungen. Auf die Zusammenarbeit mit der Domsingschule sind das ORSO und Wolfgang Roese besonders stolz.

Neben Gottesdiensten und Konzerten in Freiburg und Umgebung unternimmt die Mädchenkantorei regelmäßige Konzertreisen; so im Jahr 2005 nach St. Petersburg und Moskau, Russland. Für das nächste Jahr ist eine Konzertreise nach Kanada geplant. Fernseh- und Rundfunkauftritte, unter anderem beim ARD-Misereorgottesdienst, sowie CD-Aufnahmen sind ebenfalls Bestandteile der vielfältigen Aufgaben der Mädchenkantorei. Zudem werden Freizeitaktivitäten angeboten, die die Chorgemeinschaft und die musikalische Ausbildung der Mädchen bereichern.

Die Mädchenkantorei teilt sich in verschiedene Chorgruppen: Vorchor, A-Chor, A*-Chor und Kammerchor. Insgesamt wirken etwa 100 Sängerinnen im Alter von sechs bis 20 Jahren in der Mädchenkantorei mit.



ORSOphilharmonic

ORSO - The Rock Symphony Orchestra
Schwarzwaldstr. 9-11, 79117 Freiburg
0761 - 70 73 200